CfP for Viennese Conference on German speaking Literature of the Cold War 1947-1968

Authors

Our colleagues at the University of Vienna, Michael Rohrwasser and Günther Stocker,  have issued a Call for Papers that relates to a period in Austrian Cultural and Literary history which had not been addressed in such an explicit way over many decades. Now that Post-War times are more than 60 years in the past and Austria’s role in the Cold War has been critically examined in the media (think for example of the discussion of Vienna’s Ex-Mayor Helmut Zilk’s involvement with the Chechoslovakian Secret Service), Austrian cultural and literature researchers are now devoted to critically assess the manifold representations of Cold War discourse in the country ithin the framework of a project funded by the Austrian Science Fund.

More information about their exciting work and the conference “Spannungsfelder. Die deutschsprachige Literatur im Kalten Krieg 1947-1968” can be found below and and here .

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CfP: Spannungsfelder. Die deutschsprachige Literatur im Kalten Krieg 1947-1968.

Eine Konferenz im Rahmen des FWF-Projekts „Diskurse des Kalten Krieges“ an der Universität Wien. Projekt Nr. P 22579

Institut für Germanistik, Universität Wien, 26.-28.9.2013

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Kalten Krieg hat seit dessen Ende eine dynamische Entwicklung durchlaufen, wie die steigende Anzahl an Publikationen und Tagungen beweist. War es anfangs vor allem die Geschichtswissenschaft, der sich durch die Öffnung von Archiven neue Forschungsmöglichkeiten erschlossen, so ist in den letzten Jahren auch ein verstärktes kulturwissenschaftliches Interesse an den Konfliktfeldern, Deutungsmustern und Narrativen des Kalten Krieges festzustellen. Durch die Auflösung der mit dem Kalten Krieg verbundenen starren ideologischen Formationen besteht heute die Möglichkeit eines neuen Blicks auf diese Phase, erst jetzt lässt sich ohne ideologische Altlasten über die Spannungsfelder nachdenken, in denen die Literatur der Nachkriegszeit verortet war. Angesprochen sind mit „Spannungsfeldern“ die diskursive Zweiteilung der Welt ebenso wie der drohende Atomkrieg, die (partei-)politischen Loyalitäten von Autorinnen und Autoren ebenso wie deren Brüche („Renegaten“, „Verräter“, „Spione“), die Einbettung der einzelnen Texte in transnationale Narrative des Kalten Krieges ebenso wie die Vernetzung einzelner AutorInnen und Autoren in internationale Organisationen (etwa den „Kongress für kulturelle Freiheit“), die Frage von opportunen oder verbotenen Themen (z.B. die Gulag-Literatur), Schreibweisen (z.B. Realismus vs. Avantgarde) und Publikationsorten. Von besonderem Interesse sind dabei AutorInnen, Texte und ästhetische Verfahren, die sich den hegemonialen Mustern des Kalten Krieges verweigerten oder in bewussten Widerspruch dazu getreten sind.

Unsere Konferenz möchte eine Zusammenschau der verschiedensten Dimensionen der deutschsprachigen Literatur im Kalten Krieg leisten und sich dabei auf die Zeit bis 1968 beschränken. Erwünscht sind Analysen zu einzelnen Texten, die sich mit Aspekten des Kalten Krieges auseinandersetzen, ebenso wie Vorträge zu übergreifenden Narrativen oder Argumentationsmustern, Beiträge zur Situation spezifischer AutorInnen ebenso wie solche zur Rezeption internationaler Kalter-Kriegs-Literatur im deutschsprachigen Raum.

Bitte schicken Sie Ihre Exposés (max. 2500 Zeichen) sowie ein kurze Bio-Bibliographie bis spätestens 10.5.2013 an Prof. Dr. Michael Rohrwasser (michael.rohrwasser@univie.ac.at) oder Assoz.Prof. Dr. Günther Stocker (guenther.stocker@univie.ac.at)

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